Kota Kinabalu – Zuhause im Glück 26.6-6.7.2016

Raus aus dem Regenwald und rein in den Stadtdschungel. Nach Gunung Mulu hatten wir keinen richtigen Plan, wie es weitergehen soll, was vor allem Kwik sehr freute. Nach einer ersten Nacht in einem versifften billigen Hostel, dass jedoch vom Lonley Planet empfohlen wurde, fanden wir unser neues Zuhause ein paar Strassen weiter. B&B@21. Hier fühlten wir uns wohl und hier fanden wir neue Freunde. Kota Kinabalu selbst ist eine moderne Stadt, die sich jedoch nicht durch Hektik, sondern durch gemütliche Geschäftigkeit auszeichnet. Es gibt hier viele sehr schöne Restaurants und Cafés. Der grosse Markt strotzt vor Farben und Gerüchen und an der Uferpromenade wird frischer Fisch und Meeresungetier verkauft und gegessen. Das wollten Kwik und Kwek dann auch ausprobieren. Ich selbst, Fräulein Kwak, habs  nicht so mit Unterwassertieren auf meinem Teller. Aber ich fand die ganze Szenerie sehr interessant und freute mich, das Kwik und Kwek ihre schlifrigen „was-auch-immer“-Meeresungetiere genossen.

Dancing shrimp

Meeresungetier – genossen unter Wasser

Doch schon bald zog es uns wieder in die Natur. Zwei Stunden Autofahrt entfernt wartete der Mount Kinabalu. Also der Berg, der natürlich in einem Nationalpark eingebettet ist. So wanderten wir durch die Stille des Waldes mit mehr oder weniger Plan und erfreuten uns am Grün. Bis, ja genau bis zu dem Zeitpunkt, als wir den ersten Blutegel auf Fräulein Kwaks Schuh entdeckten. Kwik hat auf seinen Reisen durch die Welt schon mehr Erfahrungen mit den Blutsaugern gemacht und reagierte daher nicht mit Interesse, sondern mit Abscheu und Ekel. Nicht mal eine Kamera wurde gezuckt. Es hiess, raus aus dem Wald und ständig die Schuhe und Beine beäugen, damit ja kein Egel sich an uns festsaugt. Wir sind egelfrei im B&B@21 angekommen.

Kota Kinabalu eignet sich auch wunderbar zum Tauchen. Und so begaben wir uns mit Melly, der kanadischen Dive-Instruktorin, unter Wasser. Es war schön.Punkt.

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Down we go!

Melly lud uns am Abend noch ins El Centro ein, um den Canada-Day zu feiern. Um sich ein Bild von den folgenden Erreignissen zu machen, ist es unablässlich zu erwähnen, dass Melly eine Kampfsau ist. Gross, übergewichtig, laut und für jeden Spass zu haben. Kwik und Kwek tranken mit Melly um die Wette, mittels Beerbombs, während Fräulein Kwak an ihrem Weisswein nippte. Die Jungs haben übrigens verloren. Das El Centro hatte auch einen ganz netten Drink auf Lager. Coffee-Martini. Baileys, Vodka, Kalua und Espresso. Und von denen genossen wir einige. Nachdem wir mit ein paar Locals und Melly-Freunden noch im Irishpub landeten, endete der Abend auf der Ladefläche eines Pick-Ups, der uns nach Hause brachte.
Zehn Tage verbrachten wir in Kota Kinabalu und eigentlich wissen wir nicht, was wir da solange gemacht haben. Es war jedoch sehr schön, mal wieder an einem Ort anzukommen, ohne am nächsten Tag wieder abzureisen. Hier fanden wir ein Zuhause und eine Familie. Wir lebten wieder einmal in den Alltag hinein und genossen das süsse Nichtstun.

Nach zehn Tagen musste uns Kwik wieder verlassen. Unsere gemeinsame Zeit war vorbei und beim Abschied verdrückte Fräulein Kwak ein paar Tränen. Bruni, es war eine wunderschöne Zeit mit dir. Wir haben viel gelacht und sehr viel erlebt. Du bist ein Bruder im Geiste und in der Seele. Wir sind dankbar für die vielen Eindrücke, die wir gemeinsam teilen können.

Satz von Borneo: Good friends never let you do stupid things alone.

Gungung Mulu 21.6-25.6, aber am liebschtu ver immer

Mit dem Flugzeug gings nach Mulu. Dort quartierten wir uns im Mulu-Nationalpark ein. Direkt am ersten Abend stand eine Nachtwanderung auf dem Plan. Und die hat uns schon mal den Atem geraubt. Wir haben Insekten gesehen, von denen wir nicht wussten, dass es sie gibt. Bewaffnet mit Stirnlampe und Fotoapparat begaben wir uns auf den Trail und spielten „wo isch ds Viich?“. Schon bald zeigten sich die ersten hölzernen Viicher. Die sehen aus wie kleine Äste und Stecklein, darum sieht man die so schwer im Dickicht des Regenwaldes. Ausser bei Nacht, wo sie sich auf Blättern gut sichtbar vergnügen. Weiter sichteten wir interessante Spinnen und Tausenfüssler in allen Farben.

Langbeiniger Tausendfüssler

Langbeiniger Tausendfüssler

Lucy, unser Guide, machte uns auf viele Viicher aufmerksam, gab uns aber auch Zeit und Raum, Dinge selbst zu entdecken. Und so entdeckte ich mit meinen, durch jahrelanges „Wo ist Walter“-Spielen trainierten wunderschönen Augen, ein Highlight-Viich. Eingebettet zwischen zwei herabhängenden Blättern zeigten sich mir viele lange Beine und Fühler, die zusammen ein faustgrosses Etwas-Viich ergaben. Kwik und Kwek, meine zwei Viicher-Papparazzi, kriegten sich nicht mehr ein. Es wurde geknipst und gezoomt, wie wenn Fräulein P. Hilton ohne Höschen aus dem Auto steigt. Im Nachhinein erfuhren wir, dass dieses Viich ein Langbein-Tausendfüssler ist (wie originell) und sehr giftig (wie nicht originell). Weiter hatten wir das Vergnügen mit einer Tarantel, ein paar Schlangen und Skorpionen. Kwik und Kwek strahlten über das ganze Gesicht und ich, Fräulein Kwak, freute mich mit ihnen.

Tag eins: Gunung Mulu zeigte uns am Tag eins seine atemberaubende Schönheit im Innern, im Herzen des Gesteins. Wir besichtigten die Deer Cave und die Lang Cave. Die Deer Cave ist über zwei Kilometer lang und das Zuhause von über tausend mal tausend Fledermäusen, was man auch riecht, wenn man durch dieses gewaltige Loch im Berg marschiert. Zum Sonnenuntergang machten wir es uns vor dem Loch gemütlich und bestaunten den spiralförmigen Raus-aus-der-Höhle-und-Fressen-suchen-Flug der Fledermäuse. Eine Gruppe nach der anderen stieg in die Luft und verzauberte die abendliche Stimmung. Kwik und Kwek waren begeistert. Nur Fräulein Kwak hat sich das alles eher horrormässig vorgestellt und wurde von der harmonischen Spiralenchoreographie bitter enttäuscht, jedoch glücklich gemacht.

Clearwater Cave

Clearwater Cave

Tag zwei toppte mit der Fast Lane Cave den ersten ereignisreichen Tag. Diese Höhle erreichten wir nach kurzer Fahrt im Nussschalenboot. Uns erwartete in diesem Loch eine Ansammlung von Stalaktiten und Stalakmiten, die seinesgleichen sucht. Wir haben nun schon einige Löcher in Asien besucht, doch sowas gewaltiges haben wir noch nie erlebt. Die Höhle ist nur schwach ausgeleuchtet und selbst dieses Licht kann man aussschalten und so wirkt die ganze Szenerie nur im Lichte der Stirnlampe betrachtet noch ursprünglicher, gewaltiger, bedrohlich faszinierend und glücklich einschüchternd.

Tag drei toppte mit der Clearwater Cave den ersten Tag toppenden zweiten Tag. Clearwater, weil durch die Höhle ein Fluss fliesst, dessen Temperatur für uns eine erfrischende Wirkung hat, unserem Guide jedoch den Arsch abfriert. Wir durchwanderten dieses Loch mit dem nötigen Respekt. Es ging rauf und runter, links um die Kurve, rechts um die Ecke. Zwischendurch öffnete sich der Höhlenhimmel und gab den Blick frei auf den Regenwald und die Sonne. Diese Höhle beheimatet sehr viele aussergewöhnliche Stalaktiten und Stalakmiten, die viel Raum lassen zum Phantasieren, und diesen Raum gedachte unser Guide zu füllen. Wir sahen eine „abgetrennte Hand“, eine „Prinzessin“, eine „Rieseneidechse“ und weitere „das-sieht-so-aus-wie“-Stalaktiten und -miten. Am Schluss dieser ausgefallenen Locherfahrung genossen wir noch ein Bad im Fluss, bevor es glücklich zurück in unser eigenes Loch, einen wunderschönen Bungalow, ging.

Am letzten Tag spazierten wir noch durch die Bäume, in 20 Meter Höhe, auf schmalen Hängebrücken. Es war der perfekte Abschluss unseres Aufenthaltes in Gunung Mulu. Am Nachmittag sollten es mit dem Flugzeug weiter nach Kota Kinabalu gehen. Nur wurde dieser Flug gestrichen und das nicht etwa kurzfristig. Im Park hingen überall Zettel, dass dieser Flug gestrichen wurde. Nur richteten wir unser Augenmerk in den letzten Tagen eher auf Viicher und Löcher als auf Zettel. Die nette Dame am Check-in Schalter buchte uns auf den Flug am nächsten Tag. Und da Dummheit ja bekanntlich bestraft wird, verschaffte sie uns noch eine Nacht im Luxusressort mit Abendessen und Frühstück, wohlgemerkt, auf Kosten der Fluggesellschaft. Und so kamen wir unverhofft in den Genuss von Luxuszimmern, Swimmingpool und dem besten Frühstücksbuffet seit gefühlten zweihundert Toast-and-Egg-Ewigkeiten. Leider mussten wir dann am nächsten Tag doch in den Flieger steigen. Denn unsere Reise soll nicht von Luxus geprägt sein, sondern von unbezahlbaren Eindrücken.

Malaysia – Aller Anfang ist anders 7.6.2016

Wieder einmal kehrten wir nach Bangkok zurück. Auf unserer Reise ist diese Stadt eine gewisse chaotisch veranlagte Konstante für uns. Das Ende und der Beginn einer neuen Etappe. Die Khao San Road empfing uns mit offenen Armen und der Happy Hour. Hier in diesem revitalisierenden Trubel trafen wir Bruni. Die nächsten vier Wochen verbringen wir als Kwik, Kwek und Kwak. Und das musste natürlich begossen werden. Kwik (Bruni) führte uns in einen Club, wo Locals sich gnadenlos besaufen und dazu zu Live-Musik tanzen und mitsingen. Es wurde ein fröhlicher Abend.

Von Bangkok aus gings nach Malysia, nach Kuala Lumpur.

Petronas Towers by night

Petronas Towers by night

Uns erwartete eine grosse, saubere, modere Stadt mit allen McDonald’s- und Starbucks-Annehmlichkeiten. Wir quartieren uns in Chinatown ein.

Denn dort pulsierte das Leben. Aufgrund einer religiösen Abnormität, Ramadan, lief die Zeit in KL etwas langsamer. Das Leben in den Strassen von KL lief auf Sparflamme. Für uns Grund genug den nächsten Flieger zu besteigen und nach Borneo zu fliegen.

Natürlich nachdem wir uns die Petronas Towers angesehen haben (Bo ey, soo geil di Sieche).

Kuching – Äffliflash

Erste Station in Borneo war Kuching. Wir begaben uns dort sehr schnell mal in die Natur. Der Baku-Nationalpark versprach uns Affen, genauer gesagt Nasenaffen. Wir bestiegen das erste Boot, das zum Nationalpark schiffte, und bei unserer Ankunft erwarteten uns schon ein paar Nasenaffen. Neben diesen eher nicht so ansehnlichen Affen, trafen wir auch noch schönere Äffli an. Wir spazierten in dem Park umher und gaben uns der Natur hin.

Was guckst du!

Was guckst du!

Voll im Äffliflash wollten wir am nächsten Tag noch eine Dosis Affen geniessen. Und diese bekamen wir im Semenggho-Nationalpark. Hier gibt es eine Futterstation für Orang-Utans. Dabei ist es den Affen selbst überlassen, ob sie zur Zeit der Fütterung auftauchen oder sich ihre Nahrung selbst besorgen. Wir hatten riesiges Glück. Schon bevor die Fütterung begann, konnten wir einige Orang-Utans beobachten. Leider sind bei solchen Fütterungen auch noch andere Affen anwesend, Touri-Affen. Und die streiten sich um das beste Foto. Und sobald sie es geschossen haben, ist es aus mit der Ruhe. Dann zeigen sie sich gegenseitig ihre Fotos und verscheuchen damit die wirklich interessanten Affen. Wir hatten dennoch unsere Momente mit den Orang-Utans und wir sahen sogar den grossen alten Meister-Orang-Utan, der sich dazu bequemte, an diesem Tag einmal auswärts essen zu gehen. 8709’üudsa921§q (uuups, gat ds bier uber di Taschtatur gschittut).

Von Kuching gings mit dem Boot nach Miri. Und diese Bootsfahrt ist ein kleines Highlight auf unserer Reise. Zwei Tage waren wir auf dem Boot unterwegs. Zeitweise durften wir an Deck sitzen, also eigentlich einfach auf der Ladefläche des Bootes, das auch schwimmender Sarg genannt wird, denn genauso sieht es aus und wenn es untergehen sollte, dann sind alle Passagiere schon eingesargt. Wir erlebten eine bezaubernde, atemberaubende Landschaft und ein Gefühl von Freiheit, das man nur an Deck eines Bootes erfährt. Miri ist eine Stadt mit kleinen Nationalparks und Jägerbombs. Wobei letzteres tragischerweise mehr eingefahren ist (natürlich handelt es sich bei den Jägerbombs um Jägermeister und Redbull, das auf akrobatische Weise im Dominoeffekt gemixt wird). Keine weiteren Fragen.

Big City Life und goldige Tschuggu – noch im Mai

Morgens um vier erreichten wir den Highway Busbahnhof ausserhalb Yangons. Der Duelle mit den Taxisten überdrüssig, stiegen wir übermüdet und verschwitzt in einen Klapperkistenbus ein und vertrauten darauf, dass er uns irgendwo in der Nähe des Hostels rauslässt. Schon morgens um vier herrschte viel Betrieb in dieser Klapperkiste. Immer wieder stiegen Leute ein und aus. Der Regen peitschte gegen die Scheiben und der Duft von Jasminblumen erfüllte den Raum. Yangon hiess uns Willkommen. Weiterlesen

Ba-Ba-Bagan (wird ausgesprochen wie Hühnergegackere) 18.5.2016

Bagan [bəgàn] (birmanisch ပုဂံမြို့ Pugan Myahoet, „Stadt Bagan“, auch Arimaddana oder Arimaddanapura, „Stadt Zerbrecher der Feinde“, und Tambadipa, „Kupferland“ oder Tassadessa, „Ausgedörrtes Land“) ist eine historische Königsstadt in Myanmar mit über zweitausend erhaltenen Sakralgebäuden aus Ziegelstein. Der von Tempeln bestandene Bereich erstreckt sich über ca. 36 km² in einer versteppten Landschaft und bildet eine der größten archäologischen Stätten Südostasiens. Danke Wikipedia… Weiterlesen